Wichtige Informationen für Gewerbetreibende zum Corona-Soforthilfeprogramm

Um die wirtschaftlichen Konsequenzen für Unternehmen und Gewerbetreibende abzufedern gibt es diverse Soforthilfeprogramme. Wir haben die wichtigsten Punkte einmal für Sie zusammengefasst – verbindliche Aussagen und die Antragsformulare erhalten Sie von Ihren Verbänden oder Kammern.

  • Förderfähig sind Kleinst- und Kleinunternehmen Unternehmen (maximal 50 Mitarbeiter, maximal 10 Mio. Euro Umsatz und max. 10 Mio. Euro Bilanzsumme) mit Hauptsitz in Baden-Württemberg, die bisher keine vergleichbare Hilfe des Landes Baden-Württemberg in Anspruch genommen haben. 
  • Als Unternehmen gilt jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt. Dazu gehören insbesondere auch jene Einheiten, die eine handwerkliche Tätigkeit oder andere Tätigkeiten als Einpersonen- oder Familienbetriebe ausüben, sowie Personengesellschaften oder Vereinigungen, die regelmäßig einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen.
  • Die Rechtsform spielt keine Rolle – damit gilt dieses Programm auch für Kapitalgesellschaften (GmbH o.ä.)
  • Soloselbständige und Kleinunternehmer sind nur dann antragsberechtigt, als ihr Einkommen das Haupteinkommen oder zumindest 1/3 des Nettohaushaltseinkommens darstellt.  (Damit scheiden insbesondere nebenberufliche Tätigkeiten und selbständigen von sehr geringem Umfang bei dieser Förderung aus.) 
  • Ziel der Förderung ist „die akute Überbrückung von Liquiditätsengpässen“. Dies bedeutet, dass die Liquiditätsreserven des Unternehmens (zumindest annähernd) aufgebraucht sein müssen. 
  • Ob und inwieweit der Unternehmen verpflichtet sein soll, evtl. vorhandenes Privatvermögen dem Unternehmen zur Verfügung zu stellen, lassen die bisherigen Verlautbarungen nicht erkennen. 
  • Der Liquiditätsengpasse muss seine Ursache in der aktuellen Corona-Krise haben und darf erst nach dem 11.03.2020 entstanden sein. Dies war das Datum an dem die WHO die aktuelle Situation zur Pandemie erklärt wurde. 
  • Die Zuschüsse sollen die Unternehmer in die Lage versetzen, laufende betriebliche Kosten bedienen zu können. Exemplarisch werden hier laufende Mieten, Kredite oder Leasingraten genannt. 
  • Die Förderhöchstgrenzen sind gestaffelt und stellen sich wie folgt dar:
    • 9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
    • 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
    • 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten.

Diese Höchstbeträge kommen nur dann zur Anwendung, wenn die laufenden monatlichen Kosten 1/3 der Förderhöchstgrenzen überschreiten oder aber der Umsatzeinbruch mindestens 1/3 der vorstehenden Summen erreicht. Die Höhe dies demnach bestehenden Liquiditätsengpasses (für 3 Monate) wird im Antrag abgefragt und ist dementsprechend zu beziffern.

Hier gehts zur Webseite des Wirtschaftsministeriums

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